Erinnerung an die Gründung des Tarotverbandes

Nur noch ein einziges Foto habe ich von damals. Es zeigt Hajo Banzhaf mit mir im Gespräch. Lang ist es her. Doch gerne denke ich an den Tag der Verbandsgründung! 

Jeder zog damals unmittelbar nach der Gründung eine Karte aus einem der Renaissance-Tarot-Decks. Ich zog die Karte „die Welt“ und war etwas überfordert, sie zu deuten. So gewaltig kann ja mein Beitrag zur Tarot-Szene nun auch nicht sind, dass er diese Vollkommenheits-Karte verdient, so dachte ich.  Andererseits ist jeder Mensch eine Welt, eine Welt für sich, eine potentielle Vollkommenheit.

Die ganze Welt kennt heute die Tarotkarten, speziell die Trionfi, die ursprünglichen 22 archetypischen Schöpfungen der Renaissance. Eingeweihte kennen sie seit dem fünfzehnten Jahrhundert. Alle Welt kennt sie seit einigen Jahrzehnten seit der genialen Neuschöpfung der Zahlenkarten durch die große Pamela Colman Smith. In Deutschland sind sie etwas bekannter geworden durch die jahrelange Arbeit unseres Verbands.

Ich könnte mir eine Form vorstellen, wie der Tarot der Welt noch näher gebracht werden könnte, nämlich durch eine einfache aber nahe liegende Forderung:

Aufnahme der Tarot-Bilderserie in das Weltkulturerbe der Unesco.

Der Tarot ist eine herausragende kollektive Schöpfung be-geisterter Menschen.  Er ist eines der ganz wenigen Kulturgüter des Abendlandes, das nicht aus dem Osten eingeführt wurde (wie etwa der Ackerbau, die Städtekultur, der Monotheismus, das Christentum, die Astrologie usw.), sondern im Herzen Europas entstanden ist, ein europäischer Geistesschatz ersten Ranges.  Ginge diese Wahrheit verloren, wäre die Welt ärmer.  Ich freue mich auf die Aufnahme des Tarot in die Liste des Weltkulturerbes!


Liebe Leserin, lieber Leser,
ich lade Sie gerne ein, diesem kreativen Verband beizutreten:

http://www.tarotverband.de/